Geschichte

Im Sog der Swissair-Krise

Im Herbst 2001 ist für die Verantwortlichen für des Reisekonzerns Hotelplan klar, dass mit dem Ende der Swissair, bzw. den Airlinebetrieben der SAir-Group, auch das Ende der Charter-Gesellschaft Balair eingeläutet ist.

Exklusiv für Hotelplan, ESCO-Reisen und M-travel wurden auf Mittel- und Kurzstrecken zwei Boeing 757-200 betrieben (deren Leasingnehmer Hotelplan ist); zudem verfügte die Balair über zwei Boeing 767-300 für Langstrecken.

Aus Balair wird Belair

Die Verantwortlichen reagieren sehr schnell und gründen unter der Bezeichnung Belair eine neue Charterairline. Diese geringfügige Namensänderung macht es möglich, die beiden (Hotelplan-)eigenen Boeing 757 mit einem sehr geringen Aufwand umzubemalen. Von der Balair können 120 Angestellte übernommen werden. Die Flieger bleiben nur kurz am Boden und heben nach Erteilung der BAZL-Bewilligung bereits am 3. November 2001 zum ersten kommerziellen Flug ab. Die Flüge der beiden Maschinen führen hauptsächlich zu Badeorten am Mittelmeer und im nördlichen Afrika.

Ab Winterflugplan 2002 wird zuätzlich eine 'neue' Boeing 767-300 für Langstreckeneinsätze (u.a. Malediven, Asien) eingesetzt.

Einstieg von Air Berlin

Das Belair-Management und die Eigentümer suchten schon seit einiger Zeit nach Lösungen, um auf dem umkämpften Chartermarkt, der durch das Aufkommen der Low-Fare-Airlines noch verschärft wurde, weiterhin überleben zu können. Ende März 2007 wird bekannt, dass Hotelplan 49 % der Aktien an die deutsche Air Berlin verkauft. In enger Kooperation soll vorallem die zum Teil magere Belair-Auslastung verbessert werden. Ausserdem kann Belair diverse Destinationen anfliegen, die der Air Berlin verwehrt sind. Die ersten Auswirkungen sind bereits ab Beginn Winterflugplan 2007/08 spürbar.

Die beiden Boeing 757-2G5 ER wurden Ende 2007 in Air Berlin-Farben umbemalt und die Flüge als Air Berlin powered by Belair angeboten. Auch die Boeing 767-3Q8 ER wurde in Air Berlin-Farben, aber mit Belair-Aufschrift, umgemalt. Aus verkehrsrechtlichen Gründen wird die Schweizer Belair vorderhand aufrechterhalten, dies auch im Hinblick auf die Umflottung auf Airbus A 319/320 ab Früh-Sommer 2009.