Geschichte
Anfangs 1999 überraschte die Meldung, dass die Englische 'No Frills' Airline 'Easy Jet' die Schweizer Charterairline
Die Schweizer Charterairline, welche 1988 gegründet wurde, und den Schweizer Chartermarkt mit Ihrer modernen Boeing 737-Flotte aufgewirbelt hatte, steckte offentbar in finanziellen Schwierigkeiten, nachdem die Feriensaison 1997 nicht rentabel war und aufgrund der verspäteten Boeing 737-700 Ablieferung massive Mehrkosten entstanden waren. Bereits ab Frühjahr 1998 opertierte die Airline als Easy Jet-Partner mehrfach täglich die Linie Genf-Luton (London).
Agressives Marketing
Ab Genf folgten weitere Linien, u.a. nach Barcelona. Da Easy-Jet diese Linie anfangs aber nicht als Linienflug anbieten durfte, wurde die Strecke als Charter-Arrangement vermarktet: in diesem war neben dem Flug auch eine Übernachtung auf einem Zeltplatz in der Nähe Barcelona's inbegriffen... - offenbar wurde diese Übernachtung aber sehr selten in Anspruch genommen. Heute werden ab Genf u.a. Amsterdam, Barcelona, Liverpool, London (Luton & Gatwick), Nizza und Paris bedient; ab Zürich kommt man mit Easy Jet derzeit fünfmal täglich nach London (Luton oder Gatwick).
Die Easy Jet-Gruppe fällt neben den tiefen Flugpreisen (dafür ohne Bordverpflegung) und die Tatsache, dass Reisen nur über Telefon und Internet gebucht werden können, auch durch ein recht agressives Marketing auf. Nachdem alteingesessene Airlines wie British Airways oder Swissair immer wieder die Bewilligung von neuen Linien blockierten, tat man dies in grossen Lettern auf den Flugzeugen kund.
Neue Flotte
HB-JZA Airbus A 319
Die Schweizer EasyJet Tochter erhielt ihre neuen Airbus Flugzeuge noch vor der britischen Mutter
Im Rahmen der Flottenerneuerung bei der Easy Jet-Mutter in England sollen die derzeit eingesetzten Boeing 737 der zweiten Generation ab Sommer 2003 durch Airbus A 319-100 ersetzt. Bei EasyJet werden die Maschinen 150 bis 156 Passagiere aufnehmen können; dafür verfügen die A 319 von easyJet verfügen über je zwei Notausgänge über den Tragflächen; ab Ende 2009 ist auch eine fabrikneue A 320 mit einer noch höheren Kapazität unterwegs.
Der Entscheid für den Airbus fiel aufgrund des moderneren Konzeptes als bei der Konkurrenzofferte Boeing 737-700 (New Generation) und der Möglichkeit, bei Bedarf die Bestellungen teilweise auf grössere A 320 und A 321 abzuändern. Bis November 2003 war die Umflottung bei EasyJet Switzerland vollzogen. Ab Herbst 2004 gehen die fünf erstabgelieferten Maschinen retour ans Mutterhaus; EasyJet Switzerland erhält fünf fabrikneue A 319. Seither wurde die A319-Flotte stetig ausgebaut und steht derzeit (Ende 2010) bei 17 Maschinen.

