Geschichte
Die Ad Astra Aero wurde Ende 1919 in Zürich unter dem Namen Frick & Co gegründet. Im Folgejahr wurde die Firma in Ad Astra Aero AG (lateinisch für 'zu den Sternen fliegen') umbenannt. 1920 übernahm die Firma die zwei Schweizer Luftverkehrsbetriebe Aero-Gesellschaft Comte und Mittelholzer & Co.
Zeit der Pioniere
Bis 1922 beschränkte sich der Verkehr auf Luftphotographie und Bedarfsluftverkehr (Charter). Ab Juni 1922 begann die Airline mit regelmässigen Flügen auf Strecken wie Genf-Zürich-Nürnberg-Fürth.
Treibende Kraft bei der Ad Astra war der Flugpionier Walter Mittelholzer, der als Direktor und Chefpilot amtete. Hier lernt er den Umgang mit dem Wasserflugzeug, was ihm dann bei seinem späteren, berühmten Afrikaflug zugute kam. Im Auftrag der Junkerwerke flog er nach Berlin, Danzig und Riga. Die Junker F 13 flog ab 1922 von Genf über Zürich nach Nürnberg. Im Winter 1924/25 flog Mittelholzer unter grossen Schwierigkeiten nach Teheran. Die Reise mit zwei Notlandungen dauerte einen Monat. Die Sensation stellte zwei Jahre später die erste transkontinentale Wasserflugexpedition von Zürich über Ägypten nach Südafrika und darauf, der erste Überflug der Geschichte des Kilimandscharos.
Die Ad Astra Aero begann als erste Schweizergesellschaft mit regelmässigen Auslandflügen. Diese wurden teilweise mit Werksunterstützung durchgeführt. Si sind die modernen Junkers-Flugzeuge F13 und G23 von der Ad Astra lediglich gemietet worden. Nebenbei widmete man sich Post- und Fotoflügen mit vielen kleineren Maschinen (teilweise ausgemusterten Militärmaschinen sowie auch Wasserflugzeuge).
Die Rentabilität war auch bei der Ad Astra Aero keineswegs gegeben. Durch die vom Bund mehr oder weniger aufgedrängte Fusion der „Ad Astra“ mit der damaligen „Balair“ entstand 1931 die neue Fluggesellschaft Swissair, deren technischer Direktor Walter Mittelholzer wurde.
