|
|
 |
Startseite Fotos Erlebnisberichte
|
 |
 |
 |
 |
|
|
|
 |
|
Von Aaron Lupton (airlinerpics.com) haben wir diesen interessanten Bericht über die Helvetic.com Fokker 100-Überholung durch bmi in East Midlands und einige Photos dazu erhalten
|
|
(Der Artikel erschien im Herbst 2003 in England. Übersetzung Reto Isler)
Anfangs März 2003 kontaktierte die kleine Schweizer Charter Fluggesellschaft Odette (bzw. helvetic airways) bmi-engineering, die Technik-Abteilung von British Midland, für eine Offerte, um 11 ehemalige American Airlines Fokker 100-Flugzeuge nach einer teilweise längeren Einlagerung in der kalifornischen Mojave Wüste, wieder in Stand zu setzen und zu warten.
|
|
|
|
Erfahrung sprach für BMI |
Helvetic's Entscheid, die Arbeiten an bmi zu vergeben, hat hauptsächlich mit der Arbeitsethik und Erfahrung, die bmi im Laufe der Jahre mit ihrer eigenen Fokker-Flotte im Laufe der Jahre gesammelt hatte, zu tun. Das am Standort East Midlands (EMA) vorhandene Wissen und die Ressourcen waren ein weiteres plus für bmi. Der Flugplatz von East Midlands ist in gerade 2 Stunden aus Reykjavik, Island, und 2 Stunden aus Zürich erreichbar und bot sich für das Projekt geradezu an. Last but not least waren in EMA gerade auch freie Kapazitäten im Hangar und der Lackierhalle vorhanden, was für eine effiziente Durchführung des Vorhabens enorm wichtig war.
Das Projekt, die 11 Flugzeuge von Grund auf zu überholen ist, weil es aufgrund der Abhängigkeiten auch zeitkritisch ist, relativ delikat. Man schätzte, dass die Durchlaufzeit 6 Wochen für jedes Flugzeug benötigen würde. Die genaue Festlegung des Zeitplanes war aber wegen vielen Details und möglichen, zu berücksichtigenden Hürden, schwierig.
|
Auswirkung auf Normalbetrieb |
Zudem mussten die Auswirkungen dieses Projektes auf die ordentliche Arbeitsbelastung der Technikabteilung ausgeschlossen werden. Wie bereits erwähnt, verfügte bmi über freie Hangarkapazität (Hangar 35 im Norden), nachdem bmi auf dem Flughafen den grössere Hangar 29 übernommen hatte. Da im Hangar 35 gleichzeitig an zwei Fokker 100 Flugzeugen gearbeitet werden kann, war die logische Folgerung, diesen zur Basis für das Projekt zu machen.
|
 |
|
|
Dies vermied etwelche Konflikte mit der Wartung der eigenen Flotte im Hangar 29. Auch der Umzug der für den Helvetic-Auftrag benötigten Mitarbeiter, Einrichtungen und Werkzeuge verlief nach eingehender Planung ohne Probleme und Einschränkungen für den Normalbetrieb.
|
Schwierige Aufwandschätzung |
Als sich das Projekt konkretisierte, versuchte bmi, zur Vorbereitung so viele Informationen wie möglich zu sammeln. Projektleiter Tony Cundill stattete dem Wüstenflug- bzw. Abstellplatz in Mojave einen Besuch ab, wo er sich einen Überblick über den Zustand der beiden ersten, vorgesehenen Maschinen verschaffte. Dabei ging es sowohl um den ersten Eindruck zum Zustand der Maschinen wie auch zu möglichen Defekten. Aufgrund der erfolgten Zustands-Beurteilung die benötigten Mann-Stunden abzuschätzen, ist ein Ding irgendwo zwischen Wissenschaft und Kunst. Unter Abstützung auf die Erfahrungen mit der eigenen Fokker 100-Flotte entstand dennoch eine Aufwandsschätzung, welche ein Teil der Aufträge bildet.
Derweil waren in East Midlands die ersten Vorarbeiten im Hangar 35 im Gange. Auch wenn das Projekt gut lief, muss man immer bei derartigen Projekten immer mit Komplikationen rechnen. Für die Techniker war eine dieser Hürden, die individuellen, technischen Aufzeichnungen des einzelnen Flugzeuges zu erhalten, welche wichtige Auskünfte über bisher an der Maschine ausgeführte Reparaturen und Arbeiten enthalten. Ohne diese Manuals wäre es bmi eigentlich nicht möglich, irgendeine Arbeit an einem der Flugzeuge auszurichten. Dadurch das sich American Airlines, der Vorbetreiber, mit der Herausgabe der Aufzeichnungen Zeit liess und diese dann auch noch versandt werden müssen, verzögerte den Ablauf und verkomplizierte den Prozess
|
|
... weiter zu Teil 2 !
|
Druckbare Version
|
|