PC-6 Porter / Turbo-Porter
Der erste grosse Wurf, der auch international Beachtung fand, war der Pilatus Porter. In den ersten Versionen war die in den späten Fünfziger Jahren entworfene Maschine mit einem Lycoming Kolbenmotor ausgestattet. Am 4. Mai 1959 führte das erste Muster seinen Erstflug aus. Weltweites Echo brachten die Flüge der HB-FAN, welche als 'Yeti' für die Schweizer Daulaghiri-Expedition im Himalaya-Gebirge flog.
Nach sechzehn erfolgreichen Flügen mit Landungen auf teilweise über 5000 m.ü.M. verunfallte Yeti am 5. Mai 1960 und musste aufgegeben werden. Die 'Porter Vintage Association' bemüht sich, die Maschine wieder in die Schweiz zurückzuführen und aufzubauen.
Mehr Power gefragt
Aufträge für den Porter kamen von Hilfsorganisationen aus der Schweiz, Deutschland, Nepal, Indonesien und Japan. Die Schweizer Armee beschaffte ebenfalls 12 PC-6, welche aber später auf Propellerturbinen umgerüstet wurden. Schnell zeigte sich nämlich, dass der Porter eher untermotorisiert war.
So folgten Varianten mit französischen Turboméca Astazou und Pratt & Whitney PT6A-Turbinen. Da die Turboprop- Triebwerke leichter waren als die Kolbenmotoren, musste der Bug zum Gewichtsausgleich verlängert werden. Erst dies führte zur typischen Form des Porters, wie sie auch heute noch bekannt ist.
Weltweiter Erfolg
Die Leistungen des Turbo-Porters wurden vielerorts wahrgenommen und führten zu zahlreichen Bestellungen aus fast allen Erdteilen. Bis heute wurden in der Schweiz über 430 Flugzeuge montiert und ausgeliefert; zudem fertigte Fairchild-Hiller zwischen 1966 und 1974 92 Maschinen in Lizenz, welche hauptsächlich an die US Army als AU-23 Peacemaker, an die Thailändische Luftwaffe & Polizei und als zivile Version 'Heli-Porter' an die Air America (eine CIA Airline im Vietnamkrieg) gingen. Die Schweizer Produktion ruht seit 2000, könnte aber bei entsprechenden Bestellungen wieder aufgenommen werden.
Eine wesentliche Stärke des PC-6 sind die Kurzstart- und Landeeigenschaften. Zwischen 100 und 150 Meter Startstrecke und zwischen 70 und 100 Meter Landestrecke machen den PC-6 in vielen Bereichen zum Hubschrauberkonkurrenten.
Technische Daten P-3
| Triebwerk | Pratt & Whitney PT6A-27 (550 PS) |
| Drehzahl: 33000 U/Min | |
| Leistungen | Max. Geschwindigkeit: 244 km/h |
| Max. Steigleistung: 10 m/s | |
| Max. Einsatzhöhe: 10'000 m/M | |
| Flugdauer: 6 Stunden | |
| Reichweite: 1336 km | |
| Startstrecke | Start, Rollstrecke auf Piste auf Meereshöhe: 197 m |
| Start (Distanz zu Hindernis 15 m Höhe): 475 m | |
| Landestrecke | Landung, Rollstrecke auf Piste auf Meereshöhe: 127 m |
| Landung (Strecke ab Hindernis 15 m Höhe): 315 m | |
| Gewicht | Rüstgewicht: 1330 kg |
| Zuladung: 1440 kg | |
| Max. Abfluggewicht: 2770 kg | |
| Besatzung | 1 Pilot, 1 Copilot, 6 Passagiere |
| Abmessungen | Länge: 10.90 m |
| Höhe: 3.2 m | |
| Spannweite: 15.87 m |
Detaillierte Infos und eine PC-6 Produktionsliste finden Sie (auf Englisch) auf PC-6.com




