Projekte
Neben den bekannten Mustern arbeiteten die Pilatus-Ingenieure auch an verschiedenen Projekten, welche nicht bis zur Serienreife kamen. Von einigen wurde ein Prototyp hergestellt, andere kamen nicht über das Planungsstadion hinaus.
SB-4 Pelikan
Die 1944 erstmals geflogene SB-2 Pelikan sollte wie der Deutsche Fieseler Storch über extreme Langsamflugeigenschaften und eine kurze Startstrecke verfügen. Das Flugzeug eignete sich hervorragend für Personen- und Frachttransporte, Krankentransporte und Einsätze in der Landwirtschaft. Im November 1947 wurden auch Versuche für eine direkte Luftverbindung nach Zermatt durchgeführt. 1948 überschlug sich der Pelikan bei einer Flugschau und wurde nicht mehr repariert. Zu einer Serienfertigung kam es nicht.
P-4
Am 22. März 1948 startete der von Henri Fierz entwickelte P-4 zum Erstflug. Das Arbeitsflugzeug war robust ausgelegt und kann als Vorgänger des Porters bezeichnet werden. Bei einer Übung mit der Rettungsflugwacht stürzte die P-4 im Sustengebiet ab und erlitt Totalschaden. Eine Serienfertigung kam wegen der Auslastung durch die P-2 Fertigung nicht zustande.
PC-8 Twin Porter
1965 sahen sich die Pilatus-Entwickler veranlasst, das Erfolgsmuster PC- 6 Porter zu einer zweimotorigen Variante weiter zu entwickeln. Vom PC-6 wurde das Rumpfmittelteil, das Fahrwerk und der Flügel übernommen; neu konstruiert wurden Rumpfbug, das Heck und die Triebwerksanordnung. Am 28. November 1967 flog der Twin Porter genannte Entwurf zum ersten Mal. Die Flugleistungen befriedigten nicht und die weitere Entwicklung wurde im Januar 1969 eingestellt.
Super-Porter, Module Porter, Master Porter
Ab 1969 wurden verschiedene Porter-Derivate konzipiert, aber schlussendlich nicht gebaut. Gemeinsam war den Entwürfen eine gestreckte Kabine, eine stärkere Turbine und diverse Detailverbesserungen.
PC-10 Twin Porter
Die PC-10 war nach dem Ende des PC-8-Projektes eine weitere Idee, das Konzept des Porters weiter zu nutzen. Die zweimotorige Maschine sollte 16 Personen oder knapp 2 Tonnen Fracht transportieren können. Das Flugzeug wäre mit einem festen Bugfahrwerk ausgestattet worden und wäre von zwei Garrett AiResearch TPE-331 oder Pratt & Whitney PT6A-27 Turbinen angetrieben worden. Das Projekt wurde nicht weiterverfolgt.


