Mirage III RS

Die Beschaffung und Einführung der Aufklärerversion Mirage III/RS erfolgte zusammen mit der Mirage III/S ab 1965. Die Jagdflugzeuge Mirage IIIS flogen bis 1999, während die Aufklärerflugzeuge vom Typ Mirage III RS bis Ende 2003 im Einsatz standen.

 

R-2106 Mirage III RS

Der mit Canards nachgerüstete Aufklärer flog zwischen Oktober 1968 und Dezember 2003 für die Schweizer Luftwaffe und wird hier für den Start vorbereitet.

Hochpräzisionskameras

In deren Rumpfbug sind verschiedene, sehr leistungsfähige Reihenbildkameras mit grossem Auflösungsvermögen eingebaut. Ein Infrarot-Line- Scanner wird als Centerline-Pod mitgeführt. Im Tiefflug über Feindgebiet kann die Maschine damit Truppenbewegungen und Stellungsräume fotografieren. Die Auswertung der Aufklärungsbilder dient der politischen und militärischen Lagebeurteilung.

Die rüstigen Oldtimer wurden zwischen 1988 und 1990 mit Canard-Flügeln ausgerüstet. Ein Ersatztyp ist noch nicht in Sicht; die Ausrüstung von F/A-18 Hornet mit anhängbaren Aufklärungs-Behältern wäre eine Alternative zur Beschaffung eines neuen Flugzeuges. Von den 18 übernommenen 'RS'-Aufklärern flogen zuletzt noch deren 16; 2 Maschinen mussten nach Unfällen aufgegeben werden. Die Aufklärer trugen die Kennzeichen R-2101 bis R-2118. Nach der Ausmusterung gehen einige Maschinen an Museen.

Technische Daten Mirage III RS

Triebwerk 1 Snecma ATAR 09 C-3
  Leerlauf-Drehzahl am Stand: 2900 U/min; bei Vollast: 8400 U/min
  Standschub ohne Nachbrenner: 4300 kp
  Standschub mit Nachbrenner: 6000 kp
   
Gewichte Rüstgewicht: 6535 kg
  Zuladung: 4865 kg
  Max. Abfluggewicht: 11'400 kg
   
Leistung Max. Geschwindigkeit: 2400 km/h, bzw. Mach 2.0
  Max. Steigleistung: 66 m/s
  Max. Einsatzhöhe: 18'000 m/M
  Flugdauer: 1 Stunde
  Reichweite: 1200 km
   
Abmessungen Länge: 15.48 m
  Höhe: 4.5 m
  Spannweite: 8.222 m