26.11.2004: 13 Mirages versteigert
Die letzten 13 Flugzeuge der Schweizer Mirage-Flotte sind am 26. November 2004 in Buochs (NW) im Rahmen einer öffentlichen Versteigerung an die Meistbietenden verkauft worden. Für die nicht mehr flugtüchtigen Mirage-Flugzeuge, Zusatzteile und drei Helikopter-Zellen wurde ein Verkaufserlös in der Höhe von insgesamt 572'150 Franken erzielt.
(c) Armasuisse
Das Interesse an der Mirage-Versteigerung in Buochs war gross. Gegen 200 Personen hatten sich als Bieter registrieren lassen. Zusätzlich verfolgten einige 100 Besucher sowie zahlreiche Medienver-treter das Geschehen. Die ehemaligen Kampfflugzeuge der Schweizer Luftwaffe wechselten für Be-träge von 23'600 Franken bis 60'000 Franken den Besitzer. Zehn Flugzeuge bleiben in der Schweiz, drei Maschinen wurden von Interessenten aus dem Ausland ersteigert.
Für den Transport und erneuten Zusammenbau der Flugzeuge haben die neuen Besitzer aufzukom-men. Die Maschinen sind in einem nicht flugtauglichen Zustand. Im Rahmen der Liquidation wurden die Waffen sowie thoriumhaltige Teile wie das Triebwerk, Fahrwerkklappen und Luftbremsen ausge-baut. Für die Versteigerung hatte man sich entschieden, weil das Interesse an den Flugzeugen das Angebot deutlich übertraf.
Mit der Versteigerung der Mirage-Flugzeuge geht ein Kapitel in der Schweizer Militärluftfahrt-Geschichte definitiv zu Ende. Die Jagd- und Aufklärungsflugzeuge, die doppelte Schallgeschwindig-keit erreichten, standen von 1965 bis 2003 in der Schweizer Luftwaffe im Einsatz.