27.12.2004: Seebeben im indischen Ozean
Das schwere Seebeben, welches die Küstenregionen am indischen Ozean schwer getroffen hat, waren auch rund 2'200 Schweizer Touristen betroffen. Bisher sind einige Verletzte bekannt; Todesopfer sind zur Stunde noch nicht bestätigt. Weitergehende Informationen finden sich beim Departement des Äusseren.
Schweizer Flugzeuge waren teilweise unmittelbar von der Katastrophe betroffen:
Edelweiss A 330 HB-IQZ
Der Langstrecken Airbus der Kuoni-Tochter Edelweiss Air war wenige Augenblicke vor dem Seebeben auf dem Flugplatz Malé auf den Malediven mit rund 330 Reisenden gelandet. Nach der Katastrophe wurde der Flughafen infolge Überschwemmung vorübergehend geschlossen. Die HB-IQZ wurde offensichtlich nicht beschädigt und konnte nach Öffnung des Flughafens mit den kurz zuvor angereisten Passagieren wieder in Richtung Europa starten. Aufgrund der Arbeitszeit der Nachtflugsperre in Zürich flog man aber nach Istanbul, wo die Passagiere auf die aus Zürich eingeflogenen Airbusse A 320 HB-IHX und IHZ umstiegen. Mit diesen Maschinen landeten die Heimgereisten mit einer Sondergenehmigung kurz nach 05.00 Uhr in Zürich. Der A 330 flog direkt aus Istanbul mit per A 320 dorthin überführten Touristen nach Mombasa.
Belair Airlines B 767 HB-ISE
Die Boeing 767 der Hotelplan-Tochter Belair war ebenfalls von Zürich nach Malé unterwegs und konnte nach Bekanntwerden der Katastrophe rechtzeitig nach Colombo zurückkehren. Bereits 12 Stunden nach dem Start in Zürich kehrten die Reisenden wieder in die Schweiz zurück. Derzeit ist die Belair Boeing 757 HB-IHS auf einem Rückführungsflug von rückreisewilligen Touristen. Der Flug mit einem Tankstopp in Sharjah soll kurz vor 24.00 h am 27.12.2004 in Zürich ankommen.
Lauda Air B 767 OE-LAY
Die mit der Lauda Air aus Phuket, Thailand, in die Schweiz reisenden Schweizer hoben mit der OE-LAY kurz vor dem Beben von der Piste ab und landeten planmässig in Zürich.