04./05.09.2004: Air '04 Payerne

Der 90-igste Geburtstag der Schweizer Luftwaffe, das 40 Jahr-Jubiläum der Patrouille Suisse sowie das 15-jährige Bestehen des PC-7 Teams war der Anlass, die grösste Airshow Zentral-Europas in diesem Jahr zu organisieren. Gut 250'000 Fliegerfans aus dem In- und Ausland pilgerten bei schönstem Wetter nach Payerne und genossen ein actionreiches Flugprogramm


Patrouille des Patrouilles wohl einzigartig, diese Präsentation von fünf Jet-Kunstflugteams über dem Himmel von Payerne. Von links nach rechts: Red Arrows (Grossbritannien), Patrula Agula (Spanien, Patrouille Suisse (Schweiz), Team 60 (Schweden) und Frecce Triccolori (Italien)


Kandidatenkür

Das Flugmeeting in Payerne diente nicht nur als Geburtstagsfeier für die Luftwaffe, sondern zeigte auch einen Blick in die Zukunft. Zirka ab 2010 müssen die Schweizer Northrop F-5E Tiger II Flugzeuge ersetzt werden. Eine Vorevaluation startet noch diesen Herbst. Die in die engere Auswahl gekommenen Flugzeuge wurden von den Herstellern in Payerne natürlich auch gerne den anwesenden Militärs, Politikern und Fans vorgeführt:


Kandidat Nr.1: Saab Gripen

Der schwedische Saab JAS 39 Gripen gehört zum engeren Kandidatenkreis für ein neues Schweizer Kampfflugzeug. Der Einsitzer zeigte sich in Payerne als sehr wendig, aber nicht ganz so eindrucksvoll, wie die übrigen Kandidaten

Kandidat Nr. 2: Eurofighter

Auch der paneuropäischen EADS Eurofighter gehört zum Favoritenkreis. Die eindrucksvolle Vorführung in Payerne begeisterte jedenfalls die Fans.

Kandidat Nr. 3: Rafale

Die französische Dassault Rafale wird seit jüngster Zeit ebenfalls zum engeren Kandidatenfeld für einen F-5-Nachfolger gezählt.

Kandidat Nr. 4: Boeing FA-18 Super Hornet

Die weiterentwickelte F/A-18, die 'Super Hornet' wurde in der F-Version eindrücklich vom Boeing Chef-Test-Pilot vorgeführt

Weitere Highlights

Einmalige Formation von vier zivil geflogenen Hawker Hunter, angeführt von einem Vampire, alle ehemals Schweizer Luftwaffe Der frisch revidierte und neu zivil zugelassene Papyrus-Hunter nach seiner Vorführung
Simulierte Luftbetankung einer französischen Mirage 2000 und einer Schweizer F/A-18C durch eine französische KC-135FR Französische C-130 Hercules beim Start
Niederländische F-16 bei der Solovorführung Viel ruhiger, aber nicht weniger attraktiv: die Super Constellation der SCFA aus Basel
Das Deutsche Heer zeigte eine Bo-105 in der Luft Der A-129 Mangusta der italienischen Luftwaffe bei der Vorführung
Das Breitling Jetteam begeisterte auf L-39 aus tschechischer Produktion Die Red Arrows begeisterten wiedereinmal
Auch die Frecce Triccolori machten ihrem Namen alle Ehre Die Fouga Magister der belgischen Luftwaffe braust im Tiefstflug über die Piste

Ziviler Tanker: Omega 707

Überraschend kam die Boeing 707-321 Tanker der Omega Aerial Services nach Payerne. Der zivile Tanker betankte die FA-18 Super Hornet auf dem Überflug von St. Louis via Goose Bay und Schottland und brachte noch Personal und Material mit. Der ehemalige Boeing 707 (Pan-Am)-Airliner ist der erste zivile Tanker, der u.a. auch von der US Navy gebucht wird.
Das Cockpit der Boeing 707 und ein Teil der Kabine
Blick auf die Pratt & Whitney JT3D-Triebwerke Die N707AR fliegt noch mit einem einfachen Schlauchsystem im Hinterrumpf. Kommende Umrüstungen, eventuell auf DC-10 Basis, sollen über eine zentrale und je eine Flügelstation verfügen.

Weltpremiere: 2 PC-21 in Formation

Der Pilatus PC-21 steht noch mitten in der Entwicklung. Die beiden bisher einzigen Prototypen (HB-HZA schwarz P01 und HB-HZB silber P02) flogen das weltweit erste Display miteinander. Die Hochleistungs-Trainer der neusten Generation verfügen über jet-ähnliche Flugeigenschaften zu Kosten von Turbopropflugzeugen.

Jubilare unter sich

Das PC-7 Team feierte das fünfzehnjährige Bestehen und wird von einer F/A-18C zum Display geleitet PC-7-Team bei der Kreuzung in der Formation Tunnel
Die nun schon 40-jährige Patrouille Suisse vermag immer wieder zu begeistern PC-7 A-918 setzt zur Landung an

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