Startseite Airline-Projekte
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Nach dem Swissair-Debakel wurden Pläne um eine neue schweizerisch/liechtensteinische Charterairline namens Air Switzerland laut. Hinter der als Aktiengesellschaft organisierten Firma stand als treibende Kraft der 22-jährige Jungmanager Mario Ritter aus dem Fürstentum Liechtenstein. Finanziert werden sollte das ganze durch Gelder aus der Schweiz, Liechtenstein und dem Ausland. Der ursprüngliche Plan sah die Aufnahme von planmässige Charterdienste nach verschiedenen Destinationen (u.a. Las Vegas, Kapstadt, Bangkok, Singapur, Hongkong oder Dubai) ab Herbst 2002 vor. Dafür sollten zwei Airbus A 340-313 angeschafft werden.
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Air Switzerland Europe |
Nach dem Ende der Berner Regionalairline Swisswings (ehemals Air Engiadina bzw. KLM Alps) im April 2002 hat die Air Switzerland-Crew Teile des Swisswings Flottenparks, des Personals und deren Linien für Regionalflüge, Zubringer- und Charterflüge übernommen. Einerseits wollte man damit in den Regionalmarkt einsteigen; andererseits erhoffte man sich dadurch schneller an eine Betriebsgenehmigung für die Langstreckenflüge zu kommen.
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Keine Bewilligung und Konkurs |
Aufgrund fehlender Unterlagen (u.a. Finanzierungsnachweis) und fehlender Erfahrungen verweigert das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) die Zulassung der Airline. Ende September wird das Teilprojekt Air Switzerland Europe fallengelassen und den entsprechenden Mitarbeitern gekündigt. Die bereits lange angekündigte Übernahme der ex-SIA A 340 konnte mangels Finanzen und Zulassung nie vollzogen werden. Ende November 2002 kam mit dem Konkurs der Air Switzerland das definitive Aus dieses Airline-Projektes.
Für die Angestellten der Air Switzerland (& Air Switzerland Europe) bedeutete dies nach dem Ende der Swissair und Swisswings ein erneuter, harter Schlag. Air Switzerland wollte sich entgegen allen Regeln zu 100 % mit Krediten finanzieren. Der Jungmanager Mario Ritter, der bisher ein Reisebüro betrieben hatte, gab kurz vor dem Scheitern an, man sei Kreditbetrügern auf den Leim gegangen.
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